Story

Eine Erfahrung haben wir immer wieder gemacht, egal wie wir unterwegs waren: Je langsamer wir gereist sind, desto schneller haben wir den Kopf frei bekommen. Zwei Tage zu Fuß mit dem Rucksack durch das schwedische Fjäll oder drei Tage mit dem Fahrrad in den Alpen können sich anfühlen wie mehrere Wochen. Alles reduziert sich auf das Wesentliche. Eindrücke werden zu Erinnerungen und verdrängen den Alltag aus deinem Kopf. Dir wird bewusst, dass du nur noch im Hier und Jetzt lebst und den Augenblick genießen kannst. Das Loslassen gelingt im Alltag leider viel zu selten. Wir bewegen uns in festen Strukturen, erleben immer und immer wieder dieselben Dinge und alles scheinbar Neue ist doch irgendwie nur eine Kopie des Bekannten.
Wir haben uns immer Auszeiten geschaffen und sind gemeinsam losgefahren. Ein Wochenende mit dem Bulli an der Nordsee verbringen, uns mit vollgepacktem Tandem auf dem Weserradweg abstrampeln oder zwei Tage mit dem Kajak auf der Weser unterwegs sein – einfach mal rauskommen.

Wir empfinden es als großes Glück, dass wir es geschafft haben, uns solche Zeiten zu bewahren. Unsere „großen“ Reisen unterscheiden sich dabei kaum von den Kurztrips – nur die Entfernung zum Heimathafen ist größer. Zu Fuß durch den Sarek Nationalpark, mit dem Rennrad über die Alpen oder dem Bulli zum Surfen an die französische Atlantikküste.

Jetzt sind wir zu dritt.

Immer mal wieder werden wir gefragt, ob wir jetzt anders unterwegs sind und wie unsere Reisen in Zukunft aussehen werden. Ein Kind zu haben ist für uns kein Grund aufzugeben was wir lieben. Vielmehr freuen wir uns über ein neues Teammitglied, mit dem wir von nun an gemeinsam die Welt entdecken. Und wie wir uns freuen! Vor allem darauf für ein halbes Jahr unsere Wohnung gegen den Bulli zu tauschen und ganz viel Zeit zu dritt zu haben. Ohne einen Zeitplan und voller Momente im Hier und Jetzt.